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CO 2 Speicherung

Dieses Thema im Forum "Solarwärme und Solarstrom" wurde erstellt von Adaneth, 13 Februar 2011.

  1. Adaneth

    Adaneth Well-Known Member

    Registriert seit:
    7 Januar 2011
    Beiträge:
    1.097
  2. marbod könig

    marbod könig New Member

    Registriert seit:
    19 Dezember 2010
    Beiträge:
    2
    Die Veröffentlichung der möglichen Endlagerstätten für zu verpressendes Kohlendioxyd (K. Smid, 02/2011 nach Daten der BGR) und Berichte aus der Altmark über die dortigen Versuche der Probeverpressung der Uni Lübeck haben mich veranlasst, mir ein Bild über diese Technik zu machen.
    Info 01: www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/CO2Endlager.pdf
    Info 02: www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/CO2-Lager-HuettenWerke.pdf
    Info 03: www.kein-co2-endlager-altmark.de/
    Aus mehreren Berichten im Radio habe ich von den Erfahrungen kanadischer Farmer gehört, dass Weidetiere in Gebieten der Verpressung einfach so tot umgefallen sind. Da Kohlendioxyd farb- und geruchlos ist, kann vermutet werden, dass zurückströmendes Kohlendioxyd hierfür verantwortlich ist.
    Außerdem ist bei Fuldawiki die leichtfertige Verpressung der Salzlaugenabwässer aus der Kaliproduktion zu verfolgen, die zu Brunnenvergiftungen (Stadt Gerstungen) und offenen Zutagetreten geführt hat. In Niedersachsen haben wir dann auch noch die Asse, die langsam absäuft. Vor der Tür liegt hier der Schacht „Hansa“, der auch vollgelaufen ist und zur Fösse hin überläuft.
    Es kommt alles wieder nach oben – mehr oder weniger!
    Info 04: www.sueddeutsche.de/politik/wohin-mit-dem-kohlendioxid-einfach-wegdruecken-1.1059630
    Info 05: www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Leute_kippten_wie_tot.....pdf
    Info 06: www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Kaliabbau:_Laugenversenkung
    Zurück zum Kohlendioxyd:
    1. in der Informationsbroschüre der „Vattenfall´s CCS-Strategie“ wird die CO2-Verpressung als Übergangstechnologie aufgeführt; das Ziel ist „Nutzung von CO2 als Kohlenstoffquelle für chemische oder biochemische Konversion oder direkte Nutzung als Industriegas“.
    Info 07: www.fh-zwickau.de/fileadmin/ugroups...CCS-Strategie_von_Vattenfall__G._Langner_.pdf
    2. das „Frauenhofer Institut für Windenergie und Energietechnik“ stellt in einer Arbeitsgrundlage die
    Synthetisierung des CO2 mit Wasserstoff aus der Wasser-Elektrolyse mit Hilfe von Überschuss-Strom der Wind- und Fotovoltaik-Anlagen sowie der Biogasverstromung vor,
    Info 08: www.iset.uni-kassel.de/abt/FB-I/publication/2010-087_Perspektiven_des_Energietraegers_Methan.pdf
    3. die Firma Bayer betreibt im „Chemiepark Leverkusen“ ein Pilotprojekt der Synthese vonPolymeren aus Kohlendioxy und Wasserstoff anstelle von Erdöl
    Info 09: www.umweltruf.de/news/111/news0.php3?nummer=48832
    Eine weitere Möglichkeit, den durch Verbrennung freigesetzten Kohlenstoff wieder in die Erde zu bekommen, wäre das von den Inka´s entwickelte Verfahren der „Terra preta“ auf heutige Bedingungen anzuwenden: Hackschnitzel und andere trocknen Bioabfälle werden entgast – wie im Krieg zum Betrieb der LKW´s. Das Gas wird thermisch genutzt. Die verbleibende Holzkohle kann dann zur Verbesserung der Bodenqualität auf Magerböden ausgebracht werden und verbleibt dort, weil sie nicht pflanzenverfügbar ist. Aus 1000 kg Rohmasse können knapp 500 kg Kohlenstoff aus dem Kreislauf ausgeschieden werden, ohne zu schaden, sie nützen der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.
    Info 10: http://www.mythopia.ch/climate/Terra Preta - Bio Kohle - Climatefarming.pdf
    Für mich steht somit fest: ich lehne die CO2-Verpressung ab und werde mich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren.
    Marbod König
     
  3. Adaneth

    Adaneth Well-Known Member

    Registriert seit:
    7 Januar 2011
    Beiträge:
    1.097
    Die Verpressung ist nur eine teure Methode um die Kohlestinker weiter laufen zu lassen und die Energiewende zu verlangsamen, und das (!) können wir uns nicht leisten. Die Erde kommt auch ohne uns aus, aber wir nicht ohne sie.
     
  4. marbod könig

    marbod könig New Member

    Registriert seit:
    19 Dezember 2010
    Beiträge:
    2
    Grundsätzlich stimmt das mit den "Kohlestinker". Doch Gaskraftwerke, für die Produktion des Spitzenstroms erforderlich, stoßen bis zu 10% CO2 aus; Biogasanlagen bei der Verwertung von Gülle und pflanzlichen Reststoffen erzeugen bis zu 60% Kohlendyoxyd im Biogas, das zur Verbrennung im Motor entfernt werden muß. Bei der Verbrennung im Motor entstehren dann weitere 10% CO2 (immer bezogen auf das Gesamt-Gasvolumen). Solange wir so viel Strom verbrauchen, wie zur Zeit, kommen wir um CO2-Kreisläufe nicht herum. In der Methansynthese lässt sich der meiste Ökostrom speichern - in den vorhandenen Hochdruckleitungen und Gasspeichern - und dann überall dezentralisiert z.B. mit Wärmekraftkopplung wieder in Strom verwandeln - wieder mit 10% CO2 Emission. Da das Kohlendyoxyd an der Stelle des Enstehens - im Abgassystem der Verbrennungsanlage relativ hochprozentig anfällt ( ca 10% bzw 60 % , in der Luft nur ca 0,36% ) läßt es sich auch hier am günstigsten abscheiden. Was sollen wir also tun ? Auf keinen Fall Verpressen ! Marbod
     
  5. Adaneth

    Adaneth Well-Known Member

    Registriert seit:
    7 Januar 2011
    Beiträge:
    1.097
    Hermann Scheer spricht in seinem letzten Buch von CO 2 Rückholaktionen, zum einen durch Aufforstung ( was länger dauert) und durch die Verhinderung durch Brandrodung (20% der jährlichen CO2 Emissionen), was schneller ginge, wären da nicht Wirtschaftsinteressen dahinter.
    Darüberhinaus möchte er CO2 in Böden speichern und zwar durch das hydrothermische Karbonisierungsverfahren zur schnellen Humusproduktion
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hydrothermale_Karbonisierung

    Zu diesem Verfahren habe ich eigentlich noch keine weiteren Infos zu Umsetzbarkeit usw Hört sich aber mal gut an.

    Dann gibt es noch Tanks in die CO 2 eingeleitet wird und dort wachsen dann Algen, die wieder zu Biogas werden. Leider weiß ich nicht mehr wie das Verfahren heißt.
    Biogasanlagen sind ja nicht unumstritten, da muss sich noch einiges tun.

    Allerdings sollte man die Debatte um die Erneuerbaren nicht nur aus Sicht der CO 2 Reduktion sehen, denn auch andere Faktoren spielen da eine Rolle. Methan ist zB 25 -50 x ( Meinungsabhängig) schlimmer als CO 2. Allein der Methanausstoß durch die Rindfleischproduktion ist bedenklich. Es wäre also gut den Rindfleischkonsum einzuschränken, denn Schwein und Geflügel produzieren wesentlich weniger Methan. Oder gleich ganz darauf zu verzichten :) Aber damit kommen wir vom Thema ab.
     
  6. Natura

    Natura Well-Known Member

    Registriert seit:
    5 November 2010
    Beiträge:
    1.598
    Hallöchen,

    Hat jemand von Euch mal ein paar aktuelle Infos zum Thema?

    LG,
    Lars
     
  7. Adaneth

    Adaneth Well-Known Member

    Registriert seit:
    7 Januar 2011
    Beiträge:
    1.097
    Im Bundestag wurde das Gesetz für die Speicherung mit Mehrheit angenommen, der Bundesrat muss nun noch zustimmen. Soweit ich das richtig erinnere
     

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